
Kronen Zeitung
SASA KALAJDZIC:
„Heute feiern, morgen ausnüchtern, dann Rapid“
„Wir sind überglücklich und ich bin auch überglücklich über meinen ersten Titel. Heute dürfen wir ein bisschen feiern, morgen ausnüchtern und am Sonntag können wir uns auf Rapid vorbereiten“, sagte LASK-Stürmer Sasa Kalajdzic nach dem Cup-Triumph.
Die lange Wartezeit ist für den LASK zu Ende gegangen. Die Linzer holten sich am Freitag mit einem 4:2 nach Verlängerung (2:2,1:2) gegen den SCR Altach den Titel im ÖFB-Fußball-Cup. Es ist die erste Trophäe für die Athletiker seit dem Double-Gewinn 1965. Die US-Amerikaner George Bello (101.) und Samuel Adeniran (103.) erzielten vor 22.000 Zuschauern im Wörthersee Stadion von Klagenfurt in der Verlängerung die entscheidenden Treffer.
Die erstmals im Cupfinale stehenden Altacher waren davor durch Patrick Greil (5.) und Vesel Demaku (30.) zweimal in Führung gegangen. Moses Usor (11.) und Adeniran (66.) trafen jeweils zum Ausgleich. Der LASK hatte seit 1965 sechs Finali verloren. Für Trainer Dietmar Kühbauer war es der zweite Cuptitel in Folge, nachdem er im Vorjahr mit dem WAC gefeiert hatte. Als Cupsieger darf der LASK mit der Teilnahme in der Qualifikation zur Europa League planen. In der Liga liegen sie im Meisterrennen aktuell voran.
Hier alle Stimmen zur Partie:
Sasa Kalajdzic (LASK-Stürmer): „Es ist eine geile Stimmung, ein Wahnsinn. Es ist unbeschreiblich. Es hat lange ausgeschaut wie ein komischer Tag, weil Tore aberkannt wurden und sie gefühlt mit zwei Torschüssen in Führung gehen. Wir sind zurückgekommen und haben gezeigt, was wir für eine Qualität haben und haben zurecht gewonnen. Ein bisschen dramatisch muss es schon sein. Das Spiel passt zu unserer Saison. Wir sind überglücklich und ich bin auch überglücklich über meinen ersten Titel. Heute dürfen wir ein bisschen feiern, morgen ausnüchtern und am Sonntag können wir uns auf Rapid vorbereiten.“
Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): „Ein schöneres Gefühl gibt es heute nicht. Wenn du sechs Jahrzehnte einem Titel hinterherläufst und dir das heute auch mit der Dramaturgie des Spiels passiert, dann gibt es nichts Schöneres. Auch für die Fans, es gibt nichts Größeres. Schlussendlich gewinnen wir verdient. Jeder Titel ist fantastisch. Wenn man die Geschichte kennt, wie er entstanden ist, ist es umso schöner. Wir waren vor sechs Monaten im Arsch daheim. Jetzt haben die Jungs wirklich was Großes geleistet. Ich muss ein Lob aussprechen, weil wenn du zweimal hinten bist und immer wieder zurückkommst, dann haben sie schon die nötige Qualität gehabt. Es ist schön, dass wir einen Titel haben und jetzt kann natürlich alles passieren.“
Zum Ligaspiel gegen Rapid am Montag: „Bei der Terminierung ist ihnen richtig etwas Gutes eingefallen. Warum nicht gleich am Sonntag? Am Montag ein Match zu haben, da hätte man sich das ein bisschen besser überlegen müssen.“
Samuel Adeniran (LASK-Doppeltorschütze): „Eine Trophäe in meinem zweiten Jahr in Europa zu gewinnen, ist unglaublich. Da ist definitiv ein Traum wahr geworden. Es ist ein unglaubliches Gefühl, es war mein erstes Finale in Europa. Dass ich dem Team helfen konnte, ist ein Segen.“
Ognjen Zaric (Altach-Trainer): „Es war ein sehr interessantes Finale. Den Zuschauern ist sicher etwas geboten worden. Wir wollten es aggressiv und offensiv angehen und uns nicht verstecken gegen die aktuell beste Mannschaft in Österreich. Es ist uns gelungen, leider zählt am Ende der Sieg. Den haben wir nicht gelandet und deswegen sind wir natürlich enttäuscht. Gleichzeitig muss ich sagen, dass die Jungs einen unglaublichen Fight abgeliefert und ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Das 2:3 war sehr unglücklich, weil von uns zwei Spieler gelegen sind. Was überwiegen muss, ist eine ganz tolle Cup-Saison.“
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