
Kronen Zeitung
SO SCHLECHT WIE NIE
Bullen sind an einem neuen Tiefpunkt angelangt
Nach einer katastrophalen Saison, die im schlimmsten Fall auf Platz fünf enden könnte, muss Ex-Serienmeister Salzburg alles hinterfragen. Trainer Daniel Beichler wackelt gehörig, Sportboss Marcus Mann hat im Sommer viel Arbeit vor sich.
Wie tief kann man eigentlich sinken? Das dürften sich die Fans der Bullen in den letzten drei Jahren immer wieder einmal gedacht haben. Oft hat man geglaubt, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, doch Salzburg hat einen immer eines Besseren belehrt. Nun ist der einstige Serienmeister nämlich an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Erstmals seit dem Einstieg von Red Bull im Jahr 2005 wird man die Saison in der heimischen Bundesliga trotz des mit Abstand höchsten Budgets und des mit Abstand teuersten Kaders außerhalb der Top-Zwei beenden. Eine sportliche Katastrophe!
Selbst Platz drei ist noch nicht fix, im schlechtesten Fall landen die Bullen gar auf Rang fünf und müssten dann ins Europacup-Play-off gegen ein Team aus der Qualigruppe. „Wir sind den Fans etwas schuldig, wollen gegen Hartberg unbedingt gewinnen“, erklärte Tim Drexler. „Den dritten Platz müssen wir uns schnappen“, sagte Karim Onisiwo nach der 1:2-Niederlage beim LASK.
Bei Fans untendurch
Mit dieser verabschiedeten sich die Bullen endgültig aus dem Titelrennen. Wobei es ohnehin ein Wunder war, dass man trotz der vielen schwachen Leistungen und Ergebnisse überhaupt solange vom Meisterteller träumen durfte. „Dass wir jetzt keine Chance mehr auf den Titel haben, ist bitter“, seufzte Trainer Daniel Beichler, der gehörig um seinen Posten zittern muss. Gemessen am Punkteschnitt war nämlich gar sein Vorgänger Thomas Letsch besser als er. Wie der Deutsche hat es auch Beichler nicht geschafft, dass sein Team auf konstant hohem Niveau performt. Und bei den Fans ist der Steirer längst untendurch, sie wünschen sich im Sommer einen Neustart mit einem neuen Trainer.
Auch Sportchef Marcus Mann wird wissen, dass es wohl einen klaren Cut braucht, um wieder in die Spur zu kommen. Auf die Frage, wer der Hauptschuldige für die Situation ist, wollte der 42-Jährige aber nicht viel sagen. „Schuldige zu suchen, bringt uns nicht weiter. Wir müssen schauen, wie wir besser werden und unsere Lehren daraus ziehen“, betonte er. Klar ist jedoch, dass auf ihn eine arbeitsintensive Zeit wartet. Ein Umbruch im Sommer steht bevor, zahlreiche Spieler werden kommen bzw. gehen.
Apropos gehen: Roko Simic verließ den Klub 2024 gen Cardiff. Der Stürmer sah sich die Partie in Linz an, meinte danach: „Ich habe Salzburg nicht wiedererkannt. Hoffentlich finden sie bald wieder zu alter Stärke.“
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